Stress und Selbsttreue

Etwas vom Schwierigsten und gleichzeitig Erfüllendsten ist es, sich selbst treu zu sein.

Wenn man ausschliesslich oder vorwiegend handelt, um jemand anderen zufrieden zu stellen, kann das Stress erzeugen, weil man sich selber dabei schnell vergisst. Wenn man denkt, man müsse Dinge für andere tun, kann man damit Stress erzeugen, weil man denkt, anstatt zu fühlen, was es tatsächlich braucht. Wenn man denkt, dass andere denken könnten, denkt man eindeutig zu viel. Lässt man sich darauf ein, dass man mehr ist als Gedanken und daraus resultierende Gefühle, wenn man fühlt, wer man tatsächlich ist, dann wird die Situation gelassener.

Stress ist für mich ein Zeichen, dass ich zu viel denke, zu viele Erwartungen erfüllen will. Die Energie ist im Kopf und der Körper verspannt sich. Im Alltag geschieht dies aus Zeitmangel sehr oft. Und wieder ist es die Wahlfreiheit, die es möglich macht, Momente des Rückzugs zu kreieren. Wenn ich es wirklich will, dann geschieht es auch. Auf die Möglichkeiten zu achten, die sich dann bieten, und sich darauf einzulassen erfordert etwas Übung. Aber es lohnt sich! Es ist ein Geschenk an dich selbst.

Fällt mir auf, dass ich steif und kopflastig werde, kann ich wählen mich zu entspannen oder mich voll bewusst in den Stress zu stürzen. Es ist die Erfahrung wert zu beobachten, welche Wirkung das auf uns hat. Will ich für mich da sein und mich im Moment unterstützen, atme ich tief durch und lasse los. Schaffe Raum im Körper, in den ich mein ganzes Bewusstsein (Körper, Seele und Geist vereint im Jetzt) einlade und fühle mich ganz in mir. Das beruhigt und entspannt mich, harte Energie wird weich und beginnt zu fliessen.

Ein Bewusstseins-Shift geschieht. Anstatt in die Gedanken und Probleme, tauche ich in mich ein. Und dort sind die Lösungen, die Intuition, die von Gedanken nicht gefühlt werden können.

Dieser Artikel wurde am 15.November 2012 von Marina Bär in der Kategorie Erfahrungen veröffentlicht.
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