Ja, oder doch lieber nein?

„Ja, ich stehe zu dem, was ich bin und ja, ich vertraue mir – aber ganz so sicher bin ich mir dann doch nicht. Ja, ich bin hier, weil ich es gewählt habe, aber ich wäre jetzt doch lieber woanders. Natürlich liebe ich mich, aber ich bin es mir dennoch nicht wert, diese Liebe zuzulassen.“

Das Leben ist vollgestopft mit Jas, die eigentlich nein bedeuten. Ja sagen und das Gegenteil leben. Nicht, dass das falsch wäre. Es ist einfach unklar, unauthentisch, man könnte es als Mogelei gegenüber sich selbst bezeichnen. Warum ich über dieses Thema schreibe? Weil ich es wichtig finde, in diesen Sumpf von unbewussten Aussagen ein bisschen Licht zu bringen. Mensch schnallt einfach nicht, wie er sich die ganze Zeit selbst belügt. Es geht auch nicht darum, dass ich das verändern will. Ich schenke einfach dem Selbstbewusstsein etwas Aufmerksamkeit, weil es gut tut.

 
Angefangen hat es mit einem Ja

Dein höheres Bewusstsein sagt ja zur Erfahrung Mensch, sonst wärst du nicht hier. Es sagt ja zum Leben und allem, was dabei geschieht, weil es die Absicht hat, an den Erfahrungen zu wachsen. Es lässt alles geschehen, was du wählst und schaut dir dabei zu, wie du auf dem Pfad der Vergessenheit, der Trennung von ihm, deinen Weg gehst, um dich dann, wenn die Zeit reif ist, an es zu erinnern und es in dein Leben einzuladen, damit es sich hier ausdehnen und verwirklichen kann.

Es sagt ja zu all deinen Entscheidungen, egal, wie sehr du sie in deinem Alltag anzweifeln oder ablehnen magst. Du bist ein Teil von ihm und geniesst sein vollstes Vertrauen. Es steht hinter jeder Wahl, die du triffst.

Dein höheres Selbst sagt ja zu dir, ob du glücklich bist, oder nicht, ob du dich für deine Multidimensionalität interessierst, oder nicht, ob du einen äusseren Gott vorziehst, oder nicht. Es sagt ja zu deinem Wunsch, es kennenlernen zu wollen, sobald du dich für deine grössere Wahrheit öffnest. Wenn du in der vermeintlichen Abgeschiedenheit seiner Existenz dein Bewusstsein so weit ausgedehnt hast, dass dein physischer, emotionaler und mentaler Körper bereit sind, es in sich aufzunehmen, wird es sich dir zeigen und es geniessen, mit dir in die Welt der Sinnlichkeit einzutauchen.

 
Woher kommt das Nein?

Deine Grundnatur ist ein lebendiges Ja zu allem, was ist, ein Ja zu deiner Existenz. Warum also lebst du so viele Neins? Einerseits wandelst du in dieser Realität herum, weil du erfahren willst, wie sich ein Nein anfühlt. Sobald du genug davon hast, beginnst du dich für das Ja zu interessieren, weil du neugierig bist, welche Erfahrungen diese Wahl mit sich bringt. Du lebst so lange ein Nein, bis du dessen überdrüssig bist und du Umstände kreierst, die dir die Möglichkeit bieten, dein Ja zu finden.

Andererseits ist dein Bewusstseinskörper, der hier auf der Erde heranwächst, unter Umständen noch nicht so weit entwickelt und selbstsicher, dass er ja sagen kann zu seiner vollen Grösse, weil er nicht weiss, was es bedeutet oder sich davor fürchtet. Er ist gezeichnet von Erlebnissen, die ihn gelehrt haben, besser nein zu sagen, sich klein zu halten, zu verstecken oder zu verbiegen. Das Nein steht in diesem Fall für Vorsicht, es schützt vor weiteren Verletzungen. Das Nein gehört zu deinem Weg von der Unbewusstheit in dein Selbstbewusstsein.

 
Wie aus einem Nein ein Ja werden kann

Vertrauen ist das Fundament für ein Ja. Doch woher nimmt man das Vertrauen, wenn es nicht da ist? Es gibt unterschiedliche Wege, die uns dorthin führen:

Verbinde dich mit deinem höheren Selbst. Nehme es wahr, atme es ins Jetzt. Falls es für dich nicht greifbar ist, nutze deine Fantasie und stelle dir dabei vor, wie du deine Seele kennenlernst. Schenke dir Zeit und Raum, um mit ihr zu sein und sie sinnlich zu erfahren. Mehr braucht es dazu nicht. Aber vergesse nicht: Wenn du nur darüber nachdenkst, bist du mit deiner mentalen Realität verbunden. Und die hat mit deiner Seele oder dem Selbst herzlich wenig zu tun. Dein Ja ist durch sie tief in dir verankert. Solange du Zweifeln mehr Aufmerksamkeit schenkst, als ihm, wird aus einem Nein kein Ja entstehen.

Vertrauen wächst aus einer gesunden Erdung heraus. Alles, was dem Körper gut tut, was ihn nährt und ihm Aufmerksamkeit schenkt, was ihn seine Natürlichkeit leben lässt und in liebevoller Bewegung hält, dient der Erdung. Fühlt sich der Körper wohl, wird es dir auch gut gehen. Dann macht es Spass, ihn zu bewohnen, in diesen Momenten geniesst du die Erfahrungen mit ihm. So wächst im Fundament ein kräftiges Ja heran, das dir Selbstsicherheit schenkt. Eine wichtige Basis, um dein höheres Bewusstsein auf die Erde zu bringen.

Wenn es erst einmal hier ist, lösen sich die Neins nicht gerade in Luft auf, aber es wird leichter, das Ja zu sehen und dich bewusst dafür zu entscheiden.

 

 

Dieser Artikel wurde am 1.Juni 2015 von Marina Bär in der Kategorie diverse Texte veröffentlicht.
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Freude, das Ja zum Sein

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Freude ist ein Ausdruck von Emotionen. Emotionen werden durch Gedanken gesteuert. Ebenso ist Freude ein Ausdruck unserer Essenz. Essenz ist das, woraus wir gemacht sind. Sie ist der jeweilige Mensch in seiner reinsten Form. Sie steht für das Licht, das wir auf die Erde bringen, das sich hier unten ausdrücken will.

Wer mit der Essenz verbunden ist und sich nicht durch die vielen Mauern der Abwehr von ihr getrennt weiss, kann Freude auf eine Art erfahren, die weit über das emotionale Empfinden hinaus geht. Diese Freude entspringt dem tiefsten Innern und ist völlig unabhängig von dem, was im Aussen geschieht. Sie steht für das, was wir eigentlich sind. Vorbildliche Beispiele liefern uns spielende Tiere oder kleine Kinder, sie strahlen aufrichtig in ihrem Sein.

 
Sich selbst beobachten

Wenn du der Meinung bist, dass du mehr von dieser erfüllenden Freude in dein Leben holen willst, dann lasse dich auf eine Beziehung mit ihr ein. Lerne sie kennen, beobachte, wie sie sich ausdrückt, in welchen Momenten sie sich wie zeigt. Lacht zum Beispiel nur dein Gesicht, wenn du dich freust, oder feiert dein Körper mit dir? Erfährst du Freude vorwiegend, weil du denkst, dass du dich freuen sollst? Gibt es Situationen, die dich so sehr erfreuen, dass es genügt, einfach in Berührung zu sein, ohne etwas damit machen zu müssen?

Hast du erst einmal ein Gefühl dafür entwickelt, welche Arten von Freude du in deinem Leben zulässt, kannst du deine Beobachtungen wirken lassen. Sie machen etwas mit dir, was du erfahren möchtest. Das blosse Sinnieren bringt dich nicht an diesen Punkt. Dein Bewusstsein dehnt sich aus, wenn es neue Erfahrungen sammelt. Diese können mental erlebt werden, wirklich lebendig werden sie jedoch erst, wenn man sie sinnlich erfährt. Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben liegt im bedingungslosen Einlassen. Erst wenn Bewusstsein etwas erlebt hat, weiss es, wie es ist, und kann darauf basierend wählen, was es als Nächstes will.

Wer herausgefunden hat, mit welchen Arten von Freude er sein Leben bereichert, kann fortan bewusst Entscheidungen zu seinem Wohle treffen. Er schenkt einfach den Dingen Aufmerksamkeit, die ihm gut tun, und geniesst diese Erfahrungen.

 
Erfüllende Freude zulassen

Wie du einen Augenblick erfährst, hängt von deiner Wahl, deinem Fokus ab. Du kannst jeden Moment in erfüllende Freude eintauchen, um das zu sein, was du wirklich bist. Oder du wählst etwas anderes. Der Zugang zur Freude mag nicht immer einfach da sein. Jedoch zeigt dir jede einzelne Erfahrung, wo du gerade stehst. Damit dehnst du dich aus, wächst dein Bewusstsein. Freude ist immer da, die Frage lautet: Kannst du sie zulassen? Erlaubst du dir zu sein, wer du wirklich bist? Was ist gut daran, sie nicht zuzulassen, getrennt von dir/deiner Essenz zu leben? Wenn du die Antworten noch nicht kennst, wirst du sie in deinen Erfahrungen finden.

Willst du mehr Freude? Dann folge ihr! Sie begleitet dich auf dem Weg zu dir und wird dich stützen, wenn du in dunklen Momenten aufgeben willst, weil Sie im Augenblick nicht zu existieren scheint. Wisse einfach: Ob du sie schon erlebt hast, oder nicht, ob du über sie nachdenkst oder nur von ihr träumst, sie ist da, weil du da bist. Was dich von ihr trennt, ist die Abspaltung von dir selbst, die Idee, dass du begrenzt bist. Auch wenn dir der Zugang zu ihr verwehrt wird, weil du eine andere Erfahrung gewählt hast, ist sie da.

Die Illusion der Trennung schreibt sehr paradoxe Geschichten. Aber so sind wir eben. Das ist okay, alles hat seine Ordnung. Du wirst es erkennen, wenn du bereit bist, die Wahrheit über dich zu sehen.
 
 
 

Dieser Artikel wurde am 13.März 2015 von Marina Bär in der Kategorie Erfahrungen veröffentlicht.
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