Geliebte Fragen

Tor in neue Dimension

Wenn es nicht eine Frage gewesen wäre, mit der alles begonnen hat, ich hätte sie erfunden, damit ich all die wunderbaren Antworten entdecken kann.

Ich spreche hier nicht von belanglosen Fragen, die keinen interessieren, die einfach daher geredet werden und im Sumpf der Unberührtheit verloren gehen.

Die Fragen, von denen ich hier spreche, berühren unser Herz. Sie kommen aus den eigenen Tiefen und viel zu selten nehmen wir sie wirklich wahr. Sie brodeln so lange vor sich hin, bis wir sie entdecken und bereit sind, sie auszusprechen. Mit deren Befreiung wird etwas lebendig in uns, der Teil, der die Antwort in sich trägt.

Je grösser, je wichtiger eine Frage erscheint, je mehr sie unser Herz und die Seele berührt, umso tiefer schwingt die heilende Antwort – falls sie denn gehört werden will.

Dinge, die tief in uns verborgen sind, liegen dort aus guten Gründen vergraben. Irgendwann kommt die Zeit, in der wir reif sind, diese Aspekte zu ergründen und die entsprechende Frage erscheint, die uns zu einer Antwort führt.

Wer wirklich wissen will, wird ihm selben Ausmass entdecken, wie er zu seiner Frage steht.

Wer bin ich? Was will ich? Warum bin ich hier und wie fühlt es sich an, wenn ich alles sein kann, was ich will? Warum kreiere ich Situationen, in denen ich mich unwohl fühle? Was ist gut daran, nicht auf der Erde im Körper zu sein? Warum sind Mauern um die Liebe so extrem dick? Warum bin ich machtlos in gewissen Situationen? Ist Annehmen gleich schwer, wie einfach sein?

Fragen tragen mich nicht weg, sie führen mich zu mir. Sie nehmen mich mit auf eine Entdeckungsreise, die mich ins Reich der Antworten führt. Davon nehme ich jedes Mal so viel mit, wie ich halten kann.

Dieser Artikel wurde am 23.Oktober 2013 von Marina Bär in der Kategorie diverse Texte veröffentlicht.
Es wurden folgende Tags vergeben:

Keine Kommentare


Die richtige Frage stellen

fragen

Frage dich nicht, wie andere Menschen so dumm/stur/arrogant/herzlos/
machtorientiert/egoistisch/oder sonst wie „schlecht“ sein können.

Schau‘ dich lieber selber an und frage dich, warum du über sie urteilst.

Was du an ihnen missbilligst, ist lediglich eine Spiegelung von dem, was du an dir selbst nicht annehmen kannst.

Frag‘ dich nicht, warum es Kriege gibt, sondern fange an dich selbst zu lieben. Egal wie du bist, es ist okay so zu sein. Es ist bloss eine Facette von dem, was du wirklich bist. Einfach eine Erfahrung. Frage dich, was dich daran hindert diesen Teil von dir anzunehmen und entscheide, ob du Frieden oder Krieg willst. So wird es sein.

Dieser Artikel wurde am 8.Juli 2013 von Marina Bär in der Kategorie diverse Texte veröffentlicht.
Es wurden folgende Tags vergeben:

Keine Kommentare


Es gibt keine Fragen, nur Antworten

Wie beschreibt man etwas, was so offensichtlich ist, dass es jeder wissen müsste und doch so viele nicht erkennen? Wie fasst man ein Gefühl in Worte, das jenseits des linearen Verstandes existiert? Wie drücke ich eine Realität aus, ohne dabei Hunderte von Seiten mit Text zu füllen?

Fragen über Fragen. Mögliche Antworten können erdacht und konstruiert werden. Sie können uns wegtragen von dem, was eigentlich Sache ist. Sie können uns abschweifen lassen vom Offensichtlichen.

Doch warum scheint das Offensichtliche fast schleierhaft im Verborgenen zu lauern? Es braucht den Willen, es sehen zu wollen, die Bereitschaft es anzunehmen und Vertrauen, dass es gut ist, wie es ist.

Um in den Antwort-Modus zu wechseln, braucht es einen klitzekleinen Switch, den wir selbst veranlassen können. Er wechselt von Denken zu Sein, von Ablenkung zur Wahrheit. Umschalten und fühlen. Er wird eingeleitet mit einem tiefen Atemzug, der die Energie aus allen Geschichten in den Körper zurückbringt, in mein Zentrum, das ich bin. Und während ich mich mit mir verbinde, erhalte ich Zugang zum Wissen über das Jetzt.

Es ist genau hier, jetzt. Es nimmt bedingungslos an, was ist. Es ist, was es ist und zeigt sich genau so. Nur so. Offen, uneingeschränkt, wertfrei. So offensichtlich.
Antworten sind immer da, man muss sie nur sehen wollen. Man muss bereit sein einzutauchen, über die Klippe zu springen und vertrauen, dass alles gut ist, wie es ist.

Diesen Artikel hätte ich sinngemäss auch mit ganz anderen Worten schreiben können. Genau so ist es mit den Antworten. Sie drücken eine Energie aus. Hier nun eine andere Version:
Jeder Mensch hat Zugang zu Wissen, das jenseits des Verstandes liegt. Es ist seine eigene tiefe Weisheit, auf die er immer zugreifen kann, wenn er will. Wenn der Mensch bereit dazu ist, sich vom strukturierten Denken zu lösen und einzutauchen in das, was er ist, kann er fühlen und erfahren, dass das was ist, die Antwort in sich trägt.

Während ich die beiden Absätze schreibe, bin ich mit der selben Energie verbunden, die ich auf unterschiedliche Weise ausdrücke. Die Form hat sich verändert, aber der Stoff, aus dem sie gemacht sind, ist der Gleiche.
Fragen sind aus Verstand geflechtet, während Antworten wie ein warmer Windhauch in uns schweben. Jeder kann wählen, anstatt sich ausschliesslich mit dem Verstand zu beschäftigen, das Tor ins Jetzt zu öffnen und einzutauchen, in das was ist.

Es ist nicht falsch oder schlecht, dass wir einen Verstand haben und sehr viel denken. Es ist auch nicht unerwünscht, dass wir alles, was wir wahrnehmen, beurteilen und es nicht einfach annehmen können, wie es ist. Aber es gleicht einem Sprung in die Freiheit, sich für das Mehr zu öffnen, das wir sind. Wir sind keine Fragen, nur Antworten.

Dieser Artikel wurde am 18.Dezember 2012 von Marina Bär in der Kategorie Erfahrungen veröffentlicht.
Es wurden folgende Tags vergeben:

Keine Kommentare