Wollen und erwarten, bewusst wählen

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Viele haben aufgehört, zu wollen. In sich zusammen gefallen sehen sie die Träume nicht einmal mehr am Horizont. Zu viele Rückschläge, zu viele schmerzhafte Erfahrungen in einer Welt, in der das Selbst verschwunden ist. Die Realität ist rau und düster. Die Gesellschaft gibt uns vor, was wir zu wollen haben. Eigene Bedürfnisse haben hier keinen Platz.

Unzählige Menschen wissen nicht, was sie wollen. Die anderen haben aufgehört, daran zu glauben und nehmen ihre Bedürfnisse einfach nicht mehr wahr, geschweige denn, ernst. Sie können es nicht mehr, haben vergessen, wie es geht. Oft befriedigen sich diese Menschen mit dem Erfüllen der Wünsche von anderen. Man tut, was der Andere will. Man kann dazu sagen, es ist halt so. Doch es ist feige, nicht zu sich zu stehen. Es ist ebenso Selbstaufgabe. Verdrängt werden die eigenen Bedürfnisse, auf andere projiziert, heisst es im Fachjargon. Und es ist traurig, wenn man sich selbst im Stich lässt. So traurig, dass man es gar nicht sehen will.

Gänzlich verschwunden ist es nicht, das Bedürfnis, das Wollen. Es schlummert in den Tiefen des Herzens und wartet nur darauf, bis es gesehen werden will.

Während das Wollen oberflächlich nicht existiert, drücken sich die Erwartungen munter im Leben aus. Nicht, weil sie von den Menschen erkannt werden, sie sind einfach klar in ihrem Ausdruck, direkt. Unweigerlich erfahren wir in der Alltagsrealität, was wir erwarten – wie wir gestrickt sind. Ob wir das nun annehmen wollen, oder nicht, es ist einfach so.
Erwartungen formen sich aus alten Erfahrungen und dem Massenbewusstsein. Sie spiegeln unsere eigenen Wahrheiten, an denen wir festhalten. Sie sind tief in uns verwurzelt. Auch wenn wir sie nicht wollen, sie sind da. Ausser, wir treten hinter sie. Aber dies ist eine andere Geschichte. Wer verstehen will, warum sein Leben so ist, wie es ist, tut gut daran, sich zu fragen, was er vom Leben erwartet. Erwartungen haben meist eine grössere Macht, als das, was wir wollen. – Solange sie unbewusst wirken.

Man kann sagen, wir seien Magneten, die anziehen, was sie denken und lieben. Ich sage, wir sind Schöpfer, die ihre Realität selbst kreieren. Das Leben zeigt uns, wer wir sind und was wir wollen. Es lässt uns erfahren, was wir von ihm erwarten. Wollen wir diese Schöpferkraft bewusst nutzen oder erwarten wir, dass es nicht möglich ist? Die Entscheidung liegt bei jedem Einzelnen. Was willst du? Deine Träume betrauern und hoffen, dass du über die Runden kommst? Im Sumpf der Unklarheit wandeln oder fühlst du ganz genau, was du wirklich willst? Dann lass es raus! Posaune es in die Welt hinaus oder zelebriere es in Stille. Das Gefühl, das da sein wird, wenn du zum Ausdruck kommen lässt, was du wirklich willst, wird sich sehr selbstbestimmt und erfüllend anfühlen. Du tust es für dich!

Klarheit
Es gibt Momente, da wissen wir einfach nicht, was wir wollen. Was dann fehlt, ist segensreiche Klarheit. Als Schöpfer verfügen wir über die Macht, Klarheit einzuladen, damit sie uns dienen kann. Wir können uns jeder Zeit für sie öffnen, damit sie uns zum Wesentlichen führt. Wir kreieren Klarheit. Der, der sie sehen will, wird sie erkennen. – Wer will das schon … Man kann erwarten, dass das Geschriebene in der Umsetzung sehr schwer ist, oder wählen, dass es einfach ist. Wer klar ist und in die unmöglichen Möglichkeiten vertraut, muss nicht einmal mehr erwarten. Denn er fühlt, dass es ist.

Guter Zeitpunkt
In der Stille des Winters, in der das Leben zum Wesentlichen zurückkehrt und sich in der Tiefe sammelt, zentriert sich eine wärmende Klarheit, die Licht ins Wollen und Erwarten bringt. Im einfachen, zurückgezogenen Sein existiert der Raum, in dem die Bahnen für das neue Leben gelegt werden. Wie ist diese Basis? Wofür steht sie? Wofür stehst du? Auf welchem Fundament willst du im kommenden Jahr emporwachsen? Wähle, was du willst und erwarte, dass du es ins Leben bringst.

 

Dieser Artikel wurde am 2.Januar 2014 von Marina Bär in der Kategorie Aktuelles veröffentlicht.
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