Flutwellen und Anker

Vor Kurzem hatte ich einen Traum. Während ich von ihm getragen wurde, klatschte plötzlich eine riesige Flutwelle vom Himmel herunter. Ich dachte, Mensch was ist denn das?! Wohl bemerkt hielt ich mich in einer Stadt am Meer auf und schlenderte gerade an einem sehr hohen Gebäude vorbei.
Etwas später stand ich beim Null-Meter-Punkt im Meer und wurde Zeugin einer gewaltigen Macht, die das Meer hochhaushoch, dann wieder unter mir zurückziehend, toben liess. Tief beeindruckt vom Geschehen zeigte sich Angst über diese gewaltige Masse. Da ich jedoch total unversehrt geblieben war, rückte das schwere Panikgefühl bald einer freudig staunenden Verblüffung und Achtung.
Dann befand ich mich selber in einem Gebäude und sah mit an, wie das Wasser Schaufensterscheiben zerspringen liess, als würden sie mit einem gewaltigen Hammer geschlagen. Was im Weg stand, wurde weggespült. Wieder spielte ich die Rolle einer unversehrten Beobachterin.

Wenn ich mich jetzt mit dieser Erfahrung verbinde, sehe ich in ihr die Symbolik der Energie, die zur Zeit auf die Erde strömt. Wir können über das Geschehen staunen, zusehen, wie es wirkt, uns mittendrin in der Tragik, hervorgerufen durch das Festhalten an alten Glaubensmustern, erleben oder entscheiden, dass wir sicher sind und die Ereignisse ruhig beobachten. Wir haben die Macht bewusst zu wählen, uns für das Neue und dessen Potenziale zu öffnen und sie willkommen zu heissen.
Der, der sich verschliesst und verkrampft, bildet einen Widerstand, gegen den die Kraft prallt und er wirbelt so lange im Chaos herum, bis er seinen Anker findet und sich dadurch selber stabilisiert. Wer sich an andere Menschen oder Dinge klammert, wird von ihnen mitgerissen. Gemeinsam taumeln sie dann in der Illusion umher, dass sie gehalten werden. Den Anker in der anderen Person sehend. Solange, bis die Ent-Täuschung für Klarheit sorgt welche sich in wiedergewonnener fehlender Stabilität äussert.
Sicher zu sein bedeutet in diesem Fall verbunden zu sein mit der innewohnenden Führung, dem Stern am Nachthimmel, der schützenden Selbstliebe, dem Anker namens ich BIN. Alles, was es dazu braucht, ist die Entscheidung, dir selber Sicherheit geben zu wollen.

Dieser Artikel wurde am 14.November 2012 von Marina Bär in der Kategorie Erfahrungen veröffentlicht.
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