Sackgasse, bitte wenden

labyrinth von chartres

Hier stehst du nun. Kein vor, kein zurück. Stillstand. Verzweiflung. Panik.

 
Keine Angst, es gibt immer einen Weg

Wenn du deine Augen öffnest, siehst du überall nur Wände. Du bist umzingelt, eingemauert. Manchmal bleibt dies die einzige Möglichkeit, dich dazu zu bringen, deinen Blick nach innen zu wenden. Darum schliesse deine Augen und atme erst einmal tief durch. Das wird deine Probleme unter Umständen nicht gleich lösen, aber es ist der erste Schritt, den du tun kannst, um einen Ausweg zu finden.

 
Innenschau erfordert Mut und fördert Vertrauen

Denn, wer hätte es gedacht, der Weg in die Freiheit kommt nicht von aussen, er führt durch dich hindurch. Natürlich sind die Meisten auch innerlich zugemauert. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Wege dort verschlossen bleiben, wenn du genau hinschaust. Hat dein Inneres erst einmal deine Aufmerksamkeit gewonnen, öffnet es dir Türen, durch welche nur du alleine gehen kannst. Es reicht nicht aus, darüber nachzudenken oder zu fühlen, dass da etwas ist. Lass dich von deinem Selbst an der Hand nehmen, im äussersten Fall eben erst dann, wenn die Aussenwelt dich in die Verzweiflung treibt. Egal, was dich dazu motiviert, diesen Schritt zu wagen, wichtig ist, dass du ihn gehst.

 
In die Freiheit fallen lassen

Also schliesse nun deine Augen und atme tief ein und aus. Gehe in Verbindung mit deinen inneren Welten und lass dich von dir in die Freiheit führen. Wenn du dir genug Zeit schenkst, öffnet sich dein innerer Raum, in den du dich ausdehnen kannst. Fürchte dich nicht vor seiner Tiefe, die du vielleicht noch nie zuvor gesehen hast. Lass dich hineinfallen. Du weisst, du steckst in einer Sackgasse. Der einzige Weg führt durch dich hinaus. Lasse geschehen, was immer sich dir zeigen mag. Du befindest dich in dir. Das ist, nebenbei bemerkt, der sicherste Ort, den du dir vorstellen kannst. Du wirst dich in dir nicht selbst verletzen, weil da eine Quelle von Liebe sprudelt, die dich sanft auffängt und verständnisvoll führt. Es handelt sich dabei weder um Gott noch um sonst ein mystisches Wesen. Du bist es, der zulässt, dass es geschehen darf.

 
Sackgasse als Weg in die Befreiung

In tiefster Not bist du dir dein einziger Strohhalm, an dem du dich emporziehen kannst. Lasse es dich erfahren, ansonsten hast du jetzt nicht die Möglichkeit, wirklich frei zu werden. Wende deinen Blick, deine Wahrnehmung nach innen, bis die Mauern sich als Illusion entpuppen. Es wird geschehen. Sei umsichtig mit dir und hab Geduld. Sei offen, für neue Möglichkeiten. Schenke deinem Inneren mindestens so viel Aufmerksamkeit, wie der Aussenwelt, und deine Sichtweise wird sich zu deinen Gunsten verändern. Das bedeutet nicht, dass du unberührt aus der Geschichte hervortrittst. Du wirst dich spüren und dich mit deiner Einstellung konfrontiert sehen. Du wirst Grenzerfahrungen durchleben, die dir zeigen, wer du nicht bist, was du sein willst und wer du tatsächlich bist. Die Sackgasse hilft dir dabei, Klarheit zu finden.
 
 
 

Dieser Artikel wurde am 21.April 2015 von Marina Bär in der Kategorie Erfahrungen veröffentlicht.
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